O wie Ösen im Makerist Nählexikon - Powered by Prym

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Was sind Ösen?

Ösen sind kleine feine Metallringe, die euch erlauben gezielt gesetzte Löcher in Stoffen zu verstärken und sicherzustellen, dass sie nicht ausfransen oder reißen. Im Makerist Nählexikon - Powered by Prym zeigt Bettina euch, wie ihr ganz einfach selbst Ösen anbringen bzw. einschlagen könnt.

Unterschiedliche Ösen Arten

Es gibt verschiedene Arten von Ösen. Ganz offensichtlich sind die verschiedenen Farben und Größen, die ihr auch bei Prym entdecken könnt. Am gängigsten sind dabei die Varianten in Bronze, Silber und Goldtönen. In der Regel sind Ösen aus Metall gemacht, das hat hauptsächlich den Grund, dass sich Teile der Ösen beim Einschlagen gezielt biegen müssen. Im Video konzentriert Bettina sich auf zwei Ösenarten: Ösen mit und Ösen ohne Scheiben.

Ösen ohne Scheiben

Ösen ohne Scheiben sind die einfachsten Varianten. Sie bestehen aus nur einem Teil, das so um die Stoffkante gebogen wird, dass das Loch im Stoff sauber abgeschlossen und gesichert wird. Ösen ohne Scheiben sind vorrangig für kleinere Löcher bzw. kleinere Durchmesser geeignet. Die kleine Öse besteht aus einem flachen Ring, der mittig zu einem Röhrchen wird. Am kleinen Ende des Röhrchens sind kleine Schlitze ins Metall geprägt, an denen sich das Röhrchen sauber nach Außen biegen kann. Auf der linken Seite eurer Öse könnt ihr das gut erkennen.

Ösen ohne Scheiben anbringen

Um die Öse ohne Scheibe anzubringen, schlagt ihr erst einmal ein Loch in euren Stoff. Im Ösen-Set von Prym liegt das passende Werkzeug dafür bereit: platziert das kleine Metallstäbchen auf eurem Stoff und schlagt mit einem Hammer darauf, als würdet ihr einen Nagel einschlagen. Ihr könnt das Loch natürlich auch mit einer Lochzange einschneiden.

Denn geht’s ans Eingemachte: Steckt die Öse von rechts nach links durch euren Stoff. Da die linke Seite der Öse mit den kleinen Einschnitten eine weniger saubere Optik bildet, lohnt es sich sehr hier die rechte Seite der Öse auf auf der rechten Stoffseite sichtbar zu platzieren. Die durchgesteckte Öse legt ihr dann in die mitgelieferte Einschlaghilfe. Letztere muss zuvor natürlich mit den richtigen Einsätzen bestückt werden! Im Set sind ein Kunststoff- und ein Metallteil enthalten. Um einfacher zu arbeiten, steckt ihr das Kunststoffteil in die gerade Seite der Einschlaghilfe, die später beim Einschlagen glatt aufliegen kann. Der Metalleinsatz ist mit einem kleinen Konus versehen. Dieser schiebt sich beim Einschlagen gezielt in das Röhrchen der Öse und biegt das Metall auseinander. Im Video seht ihr, wie’s ganz genau klappt!

Ösen mit Scheiben

Ösen mit Scheiben werden ähnlich verarbeitet. Auch hier findet ihr im Set von Prym das Einschlagwerkzeug mit den verschiedenen Einsätzen. Wie gehabt, wird aber auch hier mit dem Loch begonnen. Dafür ist auch hier ein Werkzeug im Set zu finden. Dieses funktioniert aber etwas anders, als bei den kleinen Ösen ohne Scheiben. Hier wird auch das Loch schon mithilfe der Einschlaghilfe eingeschlagen. Ihr steckt beide Metallteile in die Einschlaghilfe ein und legt dann euren Stoff dazwischen. Nach ein paar gezielten Schlägen, bekommt ihr ein sauberes Loch.

Wenn ihr alle Löcher in eurer Projekt geschnitten habt, könnt ihr das Metallstück mit dem Loch durch das weiße Kunststoffteil ersetzen. Auch hier legt ihr das Kunststoffteil optimalerweise so, dass es in der geraden Seite der Einschlaghilfe steckt. Dann geht es weiter wie bei den kleinen Ösen. Ihr steckt den flachen Ring von dem ein Röhrchen abgeht von rechts nach links durch das Loch - die flache Seite ist hier wieder eure rechte Seite. Von links wird hier jetzt aber nicht einfach das Röhrchen auseinandergebogen, sondern ihr legt die Scheibe auf das Röhrchen. Dabei liegt die glatte Seite oben auf, die Seite mit der Rille liegt richtung Stoff. Dann ist es das gleiche Spiel wie eben. Ihr steckt den Spaß in die Einschlaghilfe, legt die rechte Ösenseite in das Kusntstoffteil und schlagt ein paar mal ordentlich mit dem Hammer drauf. Hier wird das Röhrchen nicht auseinandergebogen, sondern in die Scheibe getrieben und fixiert so die Öse am Stoff.

Wo werden Ösen genutzt?

Ösen finden in ganz unterschiedlichen Bereichen Einsatz. Sie können dekorativ oder funktionell angebracht werden. Letzterer Einsatzbereich ist vor allem bei Kordelzügen häufig zu finden. Zum Beispiel findet ihr Ösen oft an Handtaschen, um Henkel anzubringen oder an Bucketbags, um diese mit einem Kordelzug zu schließen.

Funktionelle Ösen

Ösen funktionieren auch wunderbar als Öffnungen für Tunnelzüge, zum Beispiel an Kleidern, an denen in der Taille eine Kordel eingesetzt ist oder bei Hosen, meist lässige Jogginghosen, bei denen am Bund eine Kordel aus dem Stoff schaut. Im Näh Café hat Bettina zum Beispiel schon eine Hose mit solchen Ösen versehen. Genauso beim Sweat Rock von Kid 5 oder dem einfachen Turnbeutel aus dem Makerist Magazin.

Dekorative Ösen

Dekorative Ösen können noch vielseitiger eingesetzt werden. Meist finden sie sich an Stellen an deinen Schleifen oder Kordeln für eine geschnürte Optik eingezogen werden sollen. Sie machen sich auch als Hingucker an Kleidungsstücken ganz wunderbar. Man könnte zum Beispiel an Stellen, an denen Nieten eingesetzt werden, auch Ösen einschlagen und eine schicke Loch-Optik schaffen.

Außerhalb des Nähbereichs finden sich die guten Stücke auch an Planen, Bannern oder Segeln. In den Bereichen seht ihr auch, dass Ösen ihren Job sehr gut machen und Löcher sehr haltbar und zuverlässig fixieren - Segel sind schließlich starken Kräften ausgesetzt!

Was gibt es noch zu beachten?

Damit auch bei euren Nähprojekten alle Ösen gut sitzen, müsst ihr ein, zwei Dinge beachten:

  • Bringt eure Ösen möglichst an Stellen an, an denen sie nicht dauerhaft Reibung ausgesetzt sind oder gezerrt werden.
  • Sucht euch gerade bei Kleidungsstücken Stellen aus, an denen eure Ösen euch nicht unangenehm am Körper reiben oder drücken.
  • Schneidet passende Löcher für eure Ösen vor: Wenn die Löcher im Stoff für eure Ösen zu groß geraten sind, könnt ihr euch das Einschlagen direkt sparen. - Schneidet außerdem ein anständiges rundes Loch und macht nicht einfach Schlitze in den Stoff, sonst liegt die Öse nicht gleichmäßig im Stoff und reißt leicht wieder aus.
  • Verstärkt eure Stoffe bzw. die Stellen an denen ihr Ösen anbringen wollt. An manchen Stellen liegen ohnehin schon mehrere Stofflagen, da braucht ihr euch keine großen Sorgen zu machen, wenn ihr aber einlagig arbeitet, macht es Sinn die Stellen mit etwas Vlieseline zu verstärken.

Hier geht's zum Schmucken Hammer, den Bettina im Ösen-Video verwendet: > > >Prym Kreativ Hammer!< < <

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Mit dem Wissen, kann euch bei der Arbeit mit Ösen nicht mehr viel schief laufen!

Ösen und das passende Zubehör