R wie Rollschneider im Makerist Nählexikon - Powered by Prym

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Stoffschneiden ist wie Pizzaschneiden - nur besser! Und zwar mit dem Rollschneider! Dieses praktische Schneiderwerkzeug macht der Schere ordentlich Konkurrenz und hat schon so manchen Zuschnitt deutlich beschleunigt. Wir schauen uns das Werkzeug mal etwas genauer an und haben dafür auch den ganz neuen Rollschneider aus dem Hause Prym im Gepäck.

Wie funktioniert der Rollschneider?

Tatsächlich ganz ähnlich wie ein Pizzaschneider! Ein bisschen vorsichtiger muss man aber doch sein. Ihr habt in der Regel einen festen Griff und dann an einem Ende eine scharfe, kreisrunde Klinge. Die Klinge ist meist noch von einem Sicherheitsmechanismus geschützt. Bei den Varianten von Prym sehen diese ganz unterschiedlich aus: der klassische Rollschneider hat eine Kunststoffscheibe, die ihr herunterziehen müsst, um die Klinge freizulegen. Der Schneider aus der Prym Love Serie entsichert sich automatisch, wenn ihr die Klinge auf den Stoff presst. Da schiebt sich der Kunststoffschutz von allein zur Seite. Und der ganz neue Rollschneider ist sogar komplett von einer Kunststoffhülle umgeben. Mit ein bisschen Übung, könnt ihr diese mit nur einer Hand lösen oder wieder einrasten.

Schneiden mit dem Rollschneider

Beim Schneiden mit dem Rollschneider ist unbedingt eine Schneidematte zu benutzen. Ohne diese würdet ihr nicht nur euren Untergrund mit Schnitten versehen, sondern auch die Klinge des Rollschneiders im Nu stumpf gerollt haben. Sorgt da also für ein anständiges Modell und seid ruhig ein bisschen größenwahnsinnig: wenn ihr genug Platz habt, lohnt es sich direkt in eine große Matte zu investieren. Spätestens, wenn ihr euren ersten Hoodie zuschneiden wollt und die Schnittteile komplett auf eure Matte passen, werdet ihr euch selbst danken!

Von Prym gibt es übrigens viele verschiedene Schneidematten: zurückhaltend, knallig bunt oder platzsparend faltbar. Hier könnt ihr sie entdecken.

Gerade Linien schneiden:

Gerade Schnitte macht ihr optimalerweise mit einem Lineal - Bettina schwört beim Rollschneider ohnehin auf das Trio mit Schneidematte und großem Patchworklineal! Für gerade Schnitte, führt ihr den Rollschneider einfach direkt an der Kante des Lineals entlang. Drückt dabei das Lineal mit der einen Hand fest auf Stoff und Schneidematte und gebt mit der anderen Hand ordentlich Druck auf den Rollschneider. So schön kriegt ihr’s ohne Lineal sicher nicht hin.

Rundungen schneiden:

Auch für Rundungen ist der Rollschneider wunderbar geeignet! Dabei zeichnet ihr euch eure Rundungen optimalerweise direkt auf den Stoff auf und gebt wieder mit dem Rollschneider starken Druck nach unten.

Was ihr beim Schneiden beachten solltet:

  • Passt auf eure Schneidehand auf! Und zwar an beiden Händen! Schaut, dass eure Hände trocken sind, sodass ihr nicht abrutschen könnt und probiert ruhig ein bisschen herum, bis ihr die für euch beste Handhaltung am Rollschneider gefunden habt. Die unterschiedlichen Modelle bieten da auch unterschiedliche Griffarten.

  • Passt auf eure Haltehand auf! Es passiert leider ganz intuitiv, dass man die fixierende Hand vor die Klinge legt, um den Stoff gut festzuhalten und zu glätten. Gewöhnt euch das bitte ganz schnell wieder ab, denn da liegt die hand ja tatsächlich mitten auf der Schnittlinie und wenn die Hand mal schneller ist als der Kopf, gibt’s da schnell unschöne rote Flecken auf dem Stoff!

  • Gebt Druck auf beide Hände! Die meisten Stoffe sind eher glatt, als klebrig, achtet also darauf, dass ihr eure Schneiderlein sicher in den Händen haltet, bzw. gut auf die Stellen aufdrückt, an denen geschnitten werden soll.

  • Schneidet langsam und glatt! Die Schnittkante wird am schönsten, wenn ihr langsam und in einem Zug schneidet. Das braucht zwar ein bisschen Übung, aber versucht vor allem bei geraden Linien nicht mehrfach anzusetzen, sondern lieber in einem Zug durchzudrehen.

  • Greift zur Schere, wenn’s mal zu eng wird. Obwohl der Rollschneider ein Geschenk des Himmels ist, macht es dann und wann doch Sinn, lieber zur Schere zu greifen. Innenliegende Ecken oder Knipse machen sich einfach viel kontrollierter mit einer spitzen, scharfen Handarbeitsschere.

  • Wie bei allen anderen Schneidewerkzeugen auch, gilt für den Rollschneider: Bleibt bei einem Material pro Klinge! Wenn ihr hauptsächlich Stoffe zuschneiden wollt, tut euch den Gefallen und schneidet wirklich nur Stoffe zu und nicht dann und wann mal etwas Papier. So bleibt die Klinge lange scharf und ihr könnt easy eure Schnittteile damit zuschneiden.

Materialien die besonders praktisch mit dem Rollschneider funktionieren

Theoretisch könnt ihr alles mit dem Rollschneider schneiden. Natürlich müsst ihr auf eure Klingen aufpassen, dass sie nicht stumpf werden, aber es gibt noch einen kleinen Tipp hier. Der Rollschneider ist nämlich besonders praktisch für Kanten die offen bleiben können und dementsprechend besonders sauber aussehen sollten. In unseren Makerist Video-Kursen wird er gern für Leder, Kunstleder, Korkstoff oder beschichtete Baumwollen benutzt, sodass man keine kleinen Unregelmäßigkeiten an der Schnittkante sieht, an denen die Schere zu einem neuen Schnitt angesetzt wurde.

Klinge wechseln

Wenn die Klinge doch mal stumpf geworden ist, muss nicht gleich ein neuer Rollschneider her, es reicht erstmal auch eine neue Klinge! Passt dabei unbedingt auf, dass ihr die richtige Größe für euer Rollschneidermodell wählt - es gibt nämlich ein paar unterschiedliche Größen und dabei könnt ihr nicht einfach herumwechseln. Die Klingen der gängigen Rollschneider lassen sich easy wechseln, indem man die mittlere Schraube löst, die alte Klinge entfernt und die neue einsetzt. Beim neuen Rollschneider von Prym ist dieser Vorgang noch ein bisschen sicherer, sodass ihr die Klinge theoretisch nicht einmal berühren müsst. Dafür habt ihr im Griff einen kleinen Inbusschlüssel verbaut, mit dem ihr die Klinge löst, dann nehmt ihr das Oberteil ab und könnt einfach die Klinge wechseln. Im Video zeigt Bettina euch ganz in Ruhe, wie's bei den einzelnen Modellen ganz einfach klappt.

Dieses Material werdet ihr brauchen


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