S wie Schrägband im Makerist Nählexikon - Powered by Prym

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Was ist ein Schrägband?

Wieder mal ist der Name Programm: Schrägband ist ein Band, das schräg zugeschnitten ist und zum Abschluss von Kanten verwendet wird. Schrägband gibt es in verschiedenen Varianten: unterschiedliche Breiten, Farben, Materialien. Die Breite ist in der Regel in Millimetern angegeben und die Länge ist je nachdem wie ihr kauft in Laufmetern von der Rolle oder in gewickelten Zuschnitten vorbestimmt. Unser Partner im Nählexikon Prym hat zum Beispiel fertige Zuschnitte für euch im Angebot. Die Variante im Video ist 20 mm breit und 3,50 m lang. Die Farbwelt von Prym ist unendlich und ihr könnt unterscheiden zwischen Bändern aus Baumwolle oder Polyester. Das blaue Band im Video ist ein Polyesterband. Das steht einerseits auf dem Zettelchen hinten drauf, aber auch wenn der mal fehlt, erkennt ihr easy das Material, weil Polyester eine sehr stark glänzende Optik hat. Das gängige Baumwollschrägband ist dagegen etwas matter und oft auch gröber gewebt.

Euer Schrägband ist in Wirklichkeit aber breiter, als das was ihr seht, wenn ihr es kauft - es ist fast doppelt so breit! Die offenen Seitenkanten sind nämlich beide nach innen gefaltet und festgebügelt. Nur so, könnt ihr schließlich einen sauberen Abschluss mit dem Schrägband nähen - denn es geht ja darum damit offene Stoffkanten zu verhüllen. Jetzt denkt ihr euch vielleicht, ok, das sieht ja nett aus, aber hätte man das Band nicht auch einfach in einem Stück in der passenden Breite weben können, dass die Kanten direkt sauber abgeschlossen sind und nicht eingeschlagen werden müssen? Nein.

Warum wird Schrägband geschnitten und nicht gewebt, wie ein Webband?

Ein gewebtes Band ist gerade und steif - es verhält sich wie eine klassische Webware. Wenn ihr dazu noch ein paar Zusatzinfos braucht, lohnt sich ein Blick in das Nählexikon-Video zum Thema Webware. Ein Schrägband hingegen ist anpassungsfähig und elastisch und das ist gerade dann wichtig, wenn ihr damit zum Beispiel Rundungen verhüllen wollt. Dank des schrägen Schnittes, lässt sich Schrägband nämlich wunderbar in Kurven legen und passt sich perfekt an. Diese Eigenschaft in gegeben, weil im Schrägband der Fadenlauf nicht parallel zu den langen Seitenkanten verläuft, sondern im 45°-Winkel dazu. So ist ein Schrägband also minimal elastisch, wie beispielsweise auch eine Webware in der Diagonalen etwas elastisch erscheint.

Und nun zur Verarbeitung - da gibt’s ja wie so oft beim Nähen viele, viele unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Wer’s schnell und auch ein bisschen riskant mag, legt sein Schrägband einfach so gefaltet wie es ist um die Stoffkante, die eingefasst werden soll, steckt es fest und näht einmal drüber. Zum Feststecken bieten sich hier Stoffklammern an. Stecknadeln könnten eure Kante zu sehr wellen - schließlich müssten die Nadeln durch fünf oder mehr Stoffschichten. Stoffklammern, die von außen um die Kante herumgelegt werden, halten alles wunderbar an Ort und stelle. Probiert das ruhig mal aus, mit den tollen Stoffklammern von Prym.

  • Etwas ordentlicher wird es, wenn man das Schrägband einmal auffaltet, rechts auf rechts an die offene Kante anlegt und direkt in der Falte (die näher an den Stoffkanten liegt) ansteppt. Dann kann man danach das Band um die Kante legen und schließlich sichtbar absteppen oder die Rückseite mit einer Naht im Nahtschatten des Schrägbandes auf der Vorderseite fixieren.

Und all das funktioniert dank des schrägen Schnittes auch ganz wunderbar in Rundungen!

Mehr Nähwissen und -Spaß für alle Kreativköpfe könnt ihn im Inhaltsverzeichnis des Nählexikons entdecken! Klickt euch direkt rüber und schaut euch weitere Themen, Techniken und Tools an!

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