Ü wie überziehbare Knöpfe im Makerist Nählexikon - Powered by Prym

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Heute gibt’s etwas für alle, die schon Stunden vorm Knopf-Regal verbracht haben und sich am Ende doch nicht für eine Variante entscheiden konnten. Verzagt nicht - dies ist die Lösung eures Problems, vielleicht. Wir haben heute nämlich überziehbare Knöpfe für euch am Start. Das sind Knöpfe, die ihr mit einem Stoff eurer Wahl beziehen könnt, sodass sie perfekt zu eurem Nähstück passen!

Ihr bekommt die Rohlinge für überziehbare Knöpfe in unterschiedlichen Größen und vor allem in zwei Varianten: Metall und Kunststoff. Aus Kunststoff kommen außerdem in zwei Farben daher: schwarz und weiß.

Wie werden die Knöpfe bezogen:

Beiden Arten gleich ist die Vorarbeit: Schneidet euch Stoffstücke zurecht mit denen ihr eure Knöpfe beziehen wollt. In der Regel ist auf der Rückseite der Verpackung eine Angabe darüber, wie groß die Stoffkreise sein sollen. Generell tendiert man dazu solche Zuschnitte größer als angegeben zuzuschneiden, damit auch wirklich alle Kanten sicher im Knopf liegen. Hier macht das allerdings wenig Sinn, da es schließlich viel fummeliger werden würde, die Stoffmassen im kleinen Knopf verschwinden zu lassen. Es macht also absolut Sinn sich an die Angaben zu halten oder sogar etwas kleiner zu arbeiten.

Metallknöpfe:

Es könnte kaum einfacher sein - jedenfalls in der Theorie: Die Kappen der Knöpfe sind innen mit kleinen Zacken ausgestattet, an denen ihr euren Stoff feststeckt. Ihr beginnt optimalerweise auf den entgegensetzt liegenden Seiten und arbeitet dann Stück für Stück den Rest mit ein. Der Stoff wird über die Kappe gespannt und die kleinen Zacken halten alles da, wo es sitzen soll.

Wenn alles sitzt, kommt die Rückseite drauf. Ihr steckt das Plättchen mit dem Schlitz so auf die Kappe, dass die glatte Scheibe oben liegt und der kleine Metallkranz sich in die Kappe hinein “klickt”. Außerdem muss natürlich der kleine Draht um den Knopf später anzunähen durch den Schlitz gesteckt werden.

Um den Stapel zusammen zu drücken, habt ihr zwei Möglichkeiten. Einerseits könnt ihr die Teile einfach mit den Fingern zusammendrücken. Das ist zugegebenermaßen nicht besonders leicht, klappt aber mit genügend Druck. Optional könnt ihr auch mit dem Knopfwerkzeug von Prym arbeiten.

Prym Knopfwerkzeug

Das passende Werkzeug für eure überziehbaren Knöpfe kann entweder in einer kleinen abgespeckten Version im Knopf-Set enthalten sein oder ihr investiert direkt in die große Variante für mehrere Knopfgrößen. Dieses Werkzeug besteht aus einer Gummihalterung für die bezogenen Kappen und einem Kunststoffdeckel, der perfekt in die unterschiedlich großen Metallkränze auf der Rückseite der Plättchen passt. Die überzogene Kappe wird einfach in die passende Gummihalterung gesteckt, dann wird das Plättchen aufgesetzt, um mit dem Kunststoffdeckel eingeklickt zu werden. Wenn der Kranz im Knopf steckt, sitzt alles, wie es soll. Am Ende drückt ihr den fertigen Knopf wieder aus der Gummihalterung heraus.

Kunststoffknöpfe:

Bei der Kunststoffvariante finden sich keine kleinen Zacken, die den Stoff an Ort und Stelle halten. Stattdessen arbeitet ihr mit mit Nadel und Faden. Den vorgeschnittenen Kreis heftet ihr einmal grob um die Kappe, indem ihr ringsherum nahe der Kante entlangnäht. Dann legt ihr die Kunststoffkappe in die Mitte den Stoffes und Zieht an den Fadenenden, sodass der Stoff sich schön um die Kappe legt. Ihr zieht alles gut fest und fixiert alles mit einem Knoten. Nun folgt das Plättchen: Wieder liegt die glattere Seite des Plättchens oben und die raue mit den Noppen zeigt nach unten zum Stoff. Das Plättchen drückt ihr nun einfach in die Kappe hinein. Das schöne hier ist, dass das Plättchen euren Stoff noch ein wenig weiter spannt und die Kappe schließlich sauber bezogen aussieht.

Welche Stoffe eignen sich um Knöpfe zu beziehen?

Hier geht probieren über studieren. Theoretisch kann jeder Stoff klappen, aber sicherlich nicht in jeder Kombination. Am besten plant ihr einen Probier-Knopf mit ein und beachtet folgende Grundsätze:

  • Je dicker der Stoff umso fummeliger bzw. je feiner, desto besser: Wenn ihr bedenkt, dass ihr den jeweiligen Stoff eng um die Kappenkante legen und dann unter dem Plättchen verschwinden lassen müsst, macht das absolut Sinn!

  • Je größer der Knopf, umso einfacher: Bei größeren Knöpfen habt ihr einen größeren Umfang, um den ihr euren Stoff legt und das lässt sich deutlich einfacher handeln.

  • Elastische Stoffe lassen sich wunderbar über den Knopf ziehen: Zu beachten ist aber, dass ihr mit Zug auch aufpassen müsst, dass der Stoff nicht verzogen aussieht. Gerade bei einem Jersey kann es schnell passieren, dass die Maschen so sehr aufgezogen werden, dass man hindurchschauen kann oder, dass Muster sich auf der Kappe verziehen.

  • Grobe Stoffe werden durchsichtig: Jenachdem wie grob euer Stoff gestrickt oder gewebt ist, kann es passieren, dass man den Knopf darunter sehen kann. Hier könnt ihr einerseits mit der Stoffwahl gegenlenken und auch mit den richtigen Knopf-Rohlingen. Für helle Stoffe bieten sich weiße Knöpfe an, für dunkle macht es mehr Sinn die schwarzen zu nehmen.

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