F wie Freezer Paper im Makerist Nählexikon - Powered by Prym

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Freezer Paper kommt eigentlich aus amerikanischen Gefriertruhen, irgendwie ist es mit den Jahren aber auch in Nähzimmern in der ganzen Welt gelandet. Wir schauen uns genau an was es damit auf dich hat und warum es auch für Kreativköpfchen außerhalb der Küche spannend ist.

Was ist Freezer Paper?

Eigentlich ist Freezer Paper ein beschichtetes Papier um Lebensmittel einzuschlagen und dann im Gefrierfach zu lagern. Die Beschichtung ist eine Art Kunststoff, wie eine Folie, und soll gegen Gefrierbrand helfen und eng an den Lebensmitteln anliegen. Wir holen das Material heute aus der Küche ins Nähzimmer!

Wie wird Freezer Paper in der Handarbeit genutzt?

Handarbeiter und Handarbeiterinnen nutzen Freezer Paper, weil man es sehr einfach und trotzdem sehr sicher an einem Stoff fixieren kann und danach problemlos wieder abziehen kann. Das klappt dank der Kunststoffbeschichtung, die sich mit dem Bügeleisen leicht erhitzen lässt und so an den Stoff anschmilzt. Das hält bis zum Rand super fest. Dann könnt ihr direkt kreativ werden. Wenn ihr fertig seid, zieht ihr das Freezer Paper einfach wieder ab und der Stoff sieht genauso schmuck aus, wie vorher.

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Freezer Paper als Schablone für Textilfarbe:

Um Textilfarbe sauber aufzubringen ist Freezer Paper fantastisch! Ihr könnt eure Muster und Formen einfach aus Freezer Paper ausschneiden - das klappt auch easy mit dem Plotter - und bügelt die Schablone auf die gewünschte Stelle auf. Dann kann gemalt werden! Wenn die Farbe gut angetrocknet ist, könnt ihr die Schablone einfach abziehen und habt super saubere Farbkanten.

Freezer Paper als Stabilisierung beim Applizieren im Patchwork

Viele Patchworker sind begeistert von Freezer Paper, weil es stabil genug ist um Formen in Form zu halten, auch dann, wenn man sie kleinteilig mit der Hand appliziert. Wenn ihr zum Beispiel einen kleinen Kreis applizieren wollt, bügelt ihr einfach einen exakten Kreis aus Freezer Paper auf euren Stoff, legt die Kanten darum und könnt sauber applizieren. Wenn das geschehen ist, könnt ihr einfach ein kleines Loch in euren Stoff schneiden und die Schablone abziehen. Das Loch landet am Ende natürlich auf der linken Innenseite eures Stückes uns stört nicht weiter.

Freezer Paper als Schablone für Schnittmusterteile die ihr öfter braucht

Die dritte Variante ist für euch wahrscheinlich die sinnvollste, weil wir ja hier im Näh Café sitzen. Und zwar könnt ihr aus Freezer Paper Schnittmusterteile zuschneiden, die ihr immer wieder braucht. Freezer Paper ist super robust und geht nicht kaputt. Besonders nicht, weil ihr es ja auch nicht feststeckt, sondern einfach immer wieder aufbügeln und abziehen könnt. Ich denke da zum Beispiel an Schnittmusterteile für Klassiker, die man immer wieder näht, z.B. kleine Kosmetiktäschchen, Portemonnaies oder andere Täschchen. Sehr praktisch sind auch Schnittmusterteile für seitliche Nahteingrifftaschen. Die sind an den meisten Projekten relativ ähnlich gestaltet und können dann einfach immer wieder daher gekommen werden und müssen nicht jedes mal neu abgepaust und ausgeschnitten werden. Einfach aufbügeln, ausschneiden und abziehen. Das klappt perfekt mit allen möglichen kleinen Projekten, die ihr oft oder in Serie produziert.


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